Der ultimative Nintendo Switch 2-Test

Nach mehr als einer achtjährigen Wartezeit war es im Frühsommer 2025 endlich soweit: Nintendo hat mit der Switch 2 den Nachfolger der erfolgreichen Hybrid-Konsole auf den Markt gebracht, die weltweit über 140 Millionen Mal verkauft wurde. Doch kann die neue Generation wirklich begeistern oder bleibt sie nichts anderes als ein behutsames Update?

Größer und erwachsener, aber unverkennbar Nintendo

Optisch bleibt Nintendo seiner Linie treu: Die Switch 2 wirkt auf den ersten Blick vertraut, präsentiert sich aber insgesamt um eine Spur größer und wirkt moderner. Mit einer Breite von rund 27 Zentimetern und fast 12 Zentimetern Höhe überragt sie sowohl die Standard- als auch die OLED-Version des Vorgängers. Auch beim Gewicht hat die neue Konsole etwas zugelegt: Inklusive der Joy-Cons bringt die neue Konsole rund 530 Gramm auf die Waage – das Vorgängermodell liegt unter 500 Gramm.

Statt bunter Joy-Cons setzt Nintendo diesmal auf ein schwarzes Gehäuse mit ganz dezenten Farbakzenten. Die Konsole wirkt aus diesem Grund etwas hochwertiger und weniger verspielt, was vor allem die erwachsenen Spieler ansprechen dürfte.

Das neue Display ist größer und schärfer, aber kein OLED mehr

Das Herzstück jeder tragbaren Konsole ist natürlich ihr Bildschirm. Hier gibt es bei der Nintendo Switch 2 Licht und Schatten. Das Display der neuen Konsole misst nun 7,9 Zoll,  sodass es einen spürbaren Unterschied gegenüber der 7 Zoll der OLED-Variante gibt. Allerdings kehrt Nintendo überraschend zur LCD-Technik zurück, nachdem man im Jahr 2021 mit OLED gerade erst neue Standards gesetzt hat.

Dennoch liefert das neue Panel ein sehr gutes Bild: Full HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel), bis zu 120 Bilder pro Sekunde und HDR Unterstützung sorgen für sehr starke Farben und flüssige Bewegungen. Dank variabler Bildrate (VRR) bleibt das Spielgeschehen zudem stabil, auch wenn die Framerate etwas schwankt. Besonders im Handheld-Modus wirkt das Bild klar und lebendig.

Der einzige Wermutstropfen ist die Akkulaufzeit: Nach rund 2 Stunden 15 Minuten im Dauereinsatz war das Gerät am Ende und musste mit Strom versorgt werden. Gerade auf Reisen oder langen Zugfahrten ist das sehr wohl knapp bemessen.

Mit 4K und verbessertem Dock darf man sich über ein besseres Erlebnis über den Fernseher freuen

Die Switch 2 lässt sich genauso wie ihr Vorgänger mobil als auch stationär nutzen. Im Dock-Modus zeigt sie auch, was technisch in ihr steckt. Das überarbeitete Dock ist größer, verfügt über eine eigene Lüftung und unterstützt zum ersten Mal eine 4K-Auflösung bei bis zu 60 fps. Wer in Full HD spielt, der bekommt sogar bis zu 120 Bilder pro Sekunde. HDR ist ebenfalls an Bord, sofern die Switch 2 an einen kompatiblen Fernseher angeschlossen ist.

Selbst auf großen Bildschirmen bleibt das Bild gestochen scharf, ohne die typischen Treppeneffekte. Dank des Auto Low Latency Mode (ALLM) reagiert die Konsole des Weiteren blitzschnell auf Eingaben.

Auch im Tischmodus kann die Switch 2 überzeugen: Der breitere Ständer auf der Rückseite sorgt für einen sicheren Halt und das Spielen mit abgenommenen Joy-Cons funktioniert tadellos. Gerade für spontane Mehrspieler-Runden ist das ideal und ein klarer Pluspunkt.

Tatsächlich hat man darauf geachtet, die Grafik zu verbessern. Denn hat man die neuen Konsolen mit den grafischen Darstellungen der alten Switch Konsole verglichen, haben selbst Browserspiele im Internet eine bessere grafische Performance geliefert. Ein gutes Beispiel mag hier der Bereich Online Glücksspiel sein. Es gibt viele internationale Online Casinos ohne Pause, die heute mit einer unglaublichen grafischen Darstellung punkten. Zudem punkten diese Anbieter auch mit Live Casino, sodass man hier das Gefühl hat, in einem richtigen Casino und nicht daheim zu sein.

Endlich praktische Anschlüsse und mehr Speicher

Ein Kritikpunkt an der alten Switch Konsole war der ungünstige Ladeanschluss, der an der Unterseite platziert wurde und das Laden im Tischmodus unmöglich gemacht hat. Dieses Problem ist nun gelöst: Die Switch 2 besitzt nämlich zwei USB C-Ports, jeweils oben und unten. So kann sie in jeder Position mit Strom versorgt werden.

Dazu kommen Klinkenbuchse, Bluetooth, Wi-Fi 6 und ein optionaler LAN-Anschluss über das Dock. Der interne Speicher wurde von Nintendo auf 256 Gigabyte erhöht, effektiv bleiben etwa 232 GB nutzbar. Wer übrigens mehr Platz braucht, der kann mit einer microSD Express-Karte bis zu 2 Terabyte nachrüsten.

Neue Joy-Cons mit cleverem Magnet-System

Bei den Controllern hat Nintendo nachgearbeitet. Statt sie seitlich einzuschieben, werden sie nun per Magnetmechanismus befestigt. Das ist spürbar komfortabler. Die Joy-Cons sind zudem eine Spur größer, die Schultertasten griffiger und auch die Sticks fühlen sich präziser an. Neu ist übrigens die zusätzliche C-Taste, die den direkten Zugriff auf den sogenannten GameChat ermöglicht. Hier können bis zu zwölf Spieler gleichzeitig sprechen und sogar den Bildschirm teilen. In Party-Games wie „Super Mario Party Jamboree“ ist es auch möglich, den eigenen Avatar neben der Spielfigur einzublenden – inklusive Mimik und Gestik.

Bis Ende März 2026 ist die Funktion noch kostenlos, danach wird ein Abo über Nintendo Switch Online erforderlich sein. Der Schritt zeigt, dass Nintendo seine Online Dienste modernisieren will.

Spannend ist auch die neue Funktion, dass man Joy-Cons als Maus nutzen kann. Legt man sie flach auf den Tisch, kann man präzise Bewegungen durchführen – ideal für Shooter oder in bestimmten Strategie-Spielen.

Ein kleines Manko bleibt dennoch: Nintendo verzichtet weiterhin auf sogenannte Hall Effect-Sticks, die einen mechanischen Verschleiß verhindern würden. Damit besteht theoretisch weiterhin das Risiko von Stickdrift. Das ist ein Problem, das viele Switch-Besitzer kennen. Laut Nintendo sollen die neuen Sticks jedoch robuster als die Vorgänger sein.

Wenig Auswahl, aber starke Klassiker

Beim Software Line-up hat Nintendo eher verhalten gestartet. Zum Release waren nur wenige echte Exklusivtitel erhältlich, doch mit „Mario Kart World“ hat man immerhin einen garantierten Publikumsliebling geliefert. Der neue Teil punktet mit offenen Strecken, überarbeiteten Items und einem beeindruckenden Fahrerfeld mit gleichzeitig 24 Teilnehmern. Das Tempo ist hoch, der Spaßfaktor ebenso – ein typisches Mario Kart.

Ein zweiter Lichtblick ist „Donkey Kong Bananza“, das mit viel Charme, cleveren Leveln und humorvollen Zwischensequenzen punktet. Besonders die Mischung aus Rätseln, Kämpfen und Erkundung sorgt für Abwechslung. Lediglich die Performance in einigen Szenen und der anfangs niedrige Schwierigkeitsgrad könnten den Gesamteindruck leicht trüben.

Preis, Varianten und Zubehör

Seit dem 5. Juni 2025 gibt es die Switch 2 offiziell im Handel. Die Basisversion liegt bei rund 470 Euro und enthält die Konsole, Joy-Cons, Halterung und Dock. Im Bundle mit „Mario Kart World“ liegt der Preis bei 510 Euro. Wer lieber mit einem Pro-Controller spielt, der muss rund 90 Euro extra einplanen. Auch ein zweites Paar Joy-Cons kostet 90 Euro, während die Controller-Halterung etwa 35 Euro kostet. Kameras für den GameChat sind optional und kosten zwischen 40 Euro und 60 Euro.

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