Mario Kart 7 ist eines dieser Spiele, die im Rückblick fast ein wenig unscheinbar wirken. Double Dash!! hatte zwei Fahrer pro Kart, Mario Kart Wii brachte Motorräder und Mario Kart 8 setzte später auf Anti-Schwerkraft. Der 3DS-Teil wirkt dagegen zunächst wie das klassische Mario Kart für unterwegs.
Dabei vergisst man schnell, wie viele Dinge Nintendo mit Mario Kart 7 eingeführt hat, die wir heute ganz selbstverständlich mit der Reihe verbinden. Gleiter, Unterwasser-Passagen und individuell zusammengestellte Fahrzeuge feierten hier ihr Debüt. Selbst die Art, wie moderne Mario-Kart-Strecken mit verschiedenen Ebenen und alternativen Wegen umgehen, wurde auf dem Nintendo 3DS entscheidend weiterentwickelt.
Mehr als 14 Jahre nach der Veröffentlichung haben wir Mario Kart 7 deshalb noch einmal genauer betrachtet. Wie gut fährt sich der Handheld-Teil heute? Welche Strecken sind besonders gut gealtert? Und lohnt sich Mario Kart 7 noch, nachdem Nintendo die Online-Dienste des Nintendo 3DS abgeschaltet hat?
Ein Mario Kart, das unter Zeitdruck entstand
Die Entwicklungsgeschichte von Mario Kart 7 ist ungewöhnlicher, als man dem fertigen Spiel ansieht. Nintendo begann Anfang 2010 mit der Planung. Gleichzeitig arbeitete das zuständige Team allerdings an nintendogs + cats und weiteren Projekten. Laut einem damaligen „Iwata fragt“-Interview bestand die Mario-Kart-Mannschaft zunächst gerade einmal aus acht Personen.
Um das Spiel rechtzeitig fertigzustellen, holte Nintendo deshalb Retro Studios ins Boot. Das amerikanische Studio war damals vor allem für Metroid Prime und Donkey Kong Country Returns bekannt. Mario Kart 7 wurde dadurch zum ersten Mario-Kart-Hauptteil, der in dieser Form gemeinsam von Teams in Japan und den USA entwickelt wurde. Retro Studios kümmerte sich zunächst vor allem um klassische Strecken, bevor die Zusammenarbeit während der Entwicklung ausgeweitet wurde.
Dass man Mario Kart 7 diesen schwierigen Produktionshintergrund kaum anmerkt, ist rückblickend vielleicht eine seiner größten Leistungen.
Mario Kart 7 fährt sich auch heute noch richtig gut
Nach wenigen Runden fällt vor allem eines auf: Mario Kart 7 braucht kaum Eingewöhnungszeit. Beschleunigen, driften, Mini-Turbos aufladen und im richtigen Moment ein Item einsetzen – das grundlegende Fahrgefühl liegt erstaunlich nah an dem, was wir auch aus späteren Teilen kennen. Das Kart reagiert direkt auf das Schiebepad und gerade in 150 ccm entsteht schnell der typische Rhythmus aus Kurven, Drifts und kleinen Optimierungen.
Das ist heute vielleicht sogar eine größere Stärke als 2011. Wer beispielsweise viel Mario Kart 8 Deluxe gespielt hat, muss sich bei Mario Kart 7 nicht erst komplett umstellen. Natürlich fehlen moderne Techniken und Komfortfunktionen. Trotzdem wirkt das eigentliche Fahren keineswegs wie ein Relikt aus der frühen 3DS-Zeit.
Gerade im Vergleich zu Super Mario Kart oder Mario Kart 64 ist der Unterschied enorm. Mario Kart 7 fühlt sich für uns bereits wie die Grundlage des modernen Mario Kart an.
Gleiter und Unterwasserfahrten verändern das Streckendesign
Die größten Neuerungen stecken nicht im eigentlichen Kart, sondern über und unter der Strecke. Sobald man über bestimmte Rampen fährt, klappt automatisch ein Gleiter aus. Mario und seine Mitfahrer können damit über Abgründe schweben und teilweise selbst beeinflussen, wo sie wieder landen. 2011 war das für Mario Kart komplett neu.
Heute wirken diese Passagen fast selbstverständlich, weil Nintendo die Mechanik in Mario Kart 8, Mario Kart 8 Deluxe und späteren Spielen weiterverwendet hat. Im direkten Vergleich fällt allerdings auf, dass Mario Kart 7 noch recht vorsichtig damit umgeht. Viele Gleiterabschnitte sind kurz und bieten nur begrenzte Möglichkeiten. Trotzdem verändern sie die Wahrnehmung der Strecken. Plötzlich besteht ein Mario-Kart-Kurs nicht mehr nur aus Asphalt, Erde und Abkürzungen.
Ähnlich funktioniert das Fahren unter Wasser. Die Karts bekommen automatisch einen Propeller und können Bereiche durchqueren, die früher einfach als Streckenbegrenzung gedient hätten. Besonders interessant finden wir, dass beide Mechaniken nicht wie ein einmaliges 3DS-Gimmick verschwunden sind. Sie gehören inzwischen fest zur DNA der Reihe.
Erstmals bauen wir unser eigenes Kart zusammen
Noch nachhaltiger war möglicherweise eine andere Neuerung. Mario Kart 7 lässt uns das Fahrzeug erstmals aus mehreren Teilen zusammensetzen. Wir wählen eine Karosserie, passende Reifen und einen Gleiter. Alle Teile beeinflussen Werte wie Geschwindigkeit, Beschleunigung, Gewicht oder Fahrverhalten.
Damit war die Fahrzeugwahl nicht länger automatisch an einen Charakter gebunden. Wer möchte, kann einen schweren Fahrer auf kleine Reifen setzen oder ein Fahrzeug stärker auf Beschleunigung ausrichten. Für eine lockere Runde muss man sich mit den Zahlen nicht beschäftigen. Im Zeitfahren oder bei schwierigeren Cups lohnt es sich dagegen, ein wenig zu experimentieren.
Dieses System wurde später praktisch zur Blaupause für Mario Kart 8 Deluxe.
Rückblickend wirkt Mario Kart 7 dadurch weniger wie ein kleiner Handheld-Ableger und mehr wie der Punkt, an dem Nintendo die moderne Mario-Kart-Formel zusammengesetzt hat.
32 Strecken mit einigen der besten Ideen der 3DS-Ära
Beim Umfang bleibt Nintendo der damals bereits etablierten Struktur treu: 16 neue Strecken treffen auf 16 Retro-Kurse aus älteren Mario-Kart-Spielen. Besonders die neuen Strecken können sich sehen lassen.
Shy Guys Basar, Instrumentalpiste, Koopa-Großstadtfieber, Warios Galeonenwrack und DK Dschungel gehören für uns zu den Kursen, die wir auch heute noch gerne fahren. Die beiden Wuhu-Strecken und der Regenbogen-Boulevard gehen noch einen Schritt weiter. Statt drei Runden über denselben Kurs zu fahren, besteht das Rennen aus drei aufeinanderfolgenden Abschnitten.
Dieses Konzept war damals ungewöhnlich und funktioniert hervorragend. Man hat ständig das Gefühl voranzukommen, statt dieselbe Kurve ein drittes Mal zu sehen.
Der Regenbogen-Boulevard gehört zu den Höhepunkten
Gerade der Regenbogen-Boulevard ist bis heute einer unserer Favoriten der gesamten Reihe. Statt einfach nur eine bunte Straße ins Weltall zu hängen, führt die Strecke über Planeten, Saturnringe und verschiedene schmale Abschnitte. Durch das Drei-Sektionen-System fühlt sie sich eher wie eine kleine Reise als wie eine normale Rennstrecke an.
Dass Nintendo diese Version später wieder aufgegriffen hat, überrascht uns deshalb nicht.
Auch die Retro-Strecken wurden sinnvoll ausgewählt
Bei den klassischen Kursen finden sich unter anderem Kokos-Promenade aus Mario Kart Wii, Waluigi-Flipper und Fliegende Festung aus Mario Kart DS sowie Dinodino-Dschungel aus Double Dash!!. Der entscheidende Punkt ist aber, dass Nintendo die alten Strecken nicht nur eins zu eins übernimmt.
Neue Gleiter- und Unterwassermechaniken werden teilweise in bestehende Kurse eingebaut. Das klingt aus heutiger Sicht normal, war damals aber ein wichtiger Schritt hin zu den deutlich aufwendigeren Retro-Neuinterpretationen von Mario Kart 8 Deluxe. Wer einen Überblick über die gesamte Reihe sucht, findet auf Mariofans.de außerdem unsere Spieleseite zu Mario Kart 7 sowie weitere Mario-Kart-Titel in unserer Spieledatenbank.
Die Fahrerauswahl bleibt einer der merkwürdigsten Punkte
Bei den Fahrern hat Mario Kart 7 einige interessante Neuzugänge.
Metall-Mario, Lakitu, Wiggler und die Honigbienenkönigin feiern hier ihre Premiere als spielbare Fahrer. Auch Shy Guy ist regulär dabei, nachdem er über Download Play eine besondere Rolle bekam. Zusätzlich kann das eigene Mii ins Kart steigen.
Auf dem Papier ist das abwechslungsreich. Trotzdem bleibt eine Frage, die Mario-Kart-Fans schon 2011 beschäftigt hat: Wo ist Waluigi?
Ausgerechnet einer der bekanntesten Fahrer der vorherigen Teile fehlt vollständig, während mit der Honigbienenkönigin aus Super Mario Galaxy eine ziemlich ungewöhnliche Figur aufgenommen wurde.
Das macht das Spiel natürlich nicht schlechter. Die Zusammenstellung wirkt aber bis heute etwas eigenartig.
Vor allem wenn man die riesige Auswahl von Mario Kart World gewohnt ist, fallen die 3DS-Grenzen inzwischen deutlich auf.
Feuerblume, Superblatt und Glückssieben
Auch bei den Items probiert Nintendo Neues aus.
Die Feuerblume ermöglicht es, für kurze Zeit mehrere Feuerbälle nach vorne oder hinten zu werfen. Das Superblatt verpasst dem Kart einen Tanuki-Schwanz, mit dem sich Gegner und teilweise auch Items wegschlagen lassen.
Am auffälligsten ist das Glückssieben.
Dabei erscheinen gleich sieben Items rund um das eigene Kart. Darunter befinden sich unter anderem Panzer, Banane, Bob-omb und Stern. Anschließend lassen sich die Gegenstände nacheinander einsetzen.
Das sorgt regelmäßig für komplettes Chaos – also eigentlich genau das, was man von Mario Kart erwartet.
Beim Item-Balancing gefällt uns Mario Kart 7 insgesamt ziemlich gut. Natürlich kann ein blauer Panzer weiterhin ein beinahe gewonnenes Rennen ruinieren. Im Vergleich zu Mario Kart Wii fühlen sich die Rennen für uns aber etwas stärker nach tatsächlichem Fahren und weniger nach einer endlosen Item-Lotterie an.
Grand Prix und Zeitfahren sind stark – danach wird es dünner
Im Einzelspieler stehen vor allem Grand Prix und Zeitfahren im Mittelpunkt.
Die acht Cups können in 50, 100 und 150 ccm sowie später gespiegelt gefahren werden. Wer alle Pokale und Freischaltungen möchte, hat also durchaus etwas zu tun.
Im Zeitfahren geht es anschließend um Bestzeiten und Entwickler-Geister.
Das funktioniert alles hervorragend, allerdings vermissen wir einen richtigen Einzelspieler-Versus-Modus. Gerade heute fällt das auf.
Mario Kart DS hatte beispielsweise zusätzlich einen Missionsmodus mit speziellen Aufgaben und Bosskämpfen. Mario Kart 7 geht hier wieder einen Schritt zurück und konzentriert sich fast ausschließlich auf die klassischen Rennmodi.
Wer alleine spielt, hat deshalb irgendwann alles Wesentliche gesehen. Genau dieser Punkt tauchte bereits in mehreren Tests von 2011 auf und ist aus heutiger Sicht sogar noch deutlicher geworden.
Der lokale Mehrspieler ist bis heute hervorragend
Ganz anders sieht es beim lokalen Multiplayer aus.
Bis zu acht Nintendo-3DS-Systeme können miteinander verbunden werden. Besonders gut: Es reicht grundsätzlich eine einzige Mario-Kart-7-Spielkarte aus.
Mit Download Play können die übrigen Spieler das benötigte Datenpaket lokal herunterladen und anschließend mitfahren. Wer keine eigene Spielkarte besitzt, fährt allerdings automatisch als Shy Guy und kann sein Kart nicht vollständig selbst zusammenstellen.
Dass Nintendo bereits 2011 acht Personen mit einer einzigen Spielkopie zusammenspielen ließ, finden wir auch heute noch bemerkenswert.
Gerade wenn noch mehrere 3DS-Systeme im Freundeskreis vorhanden sind, ist dieser Modus eine der größten Stärken des Spiels.
Der ehemalige Online-Modus war seiner Zeit voraus
Zum Release gehörte der Online-Modus zu den besten, die Nintendo bis dahin auf einem Handheld angeboten hatte.
Man konnte weltweit Rennen fahren, Freunden beitreten oder eigene Communitys erstellen. Für diese Communitys ließen sich sogar bestimmte Regeln festlegen.
StreetPass wurde ebenfalls sinnvoll eingebunden. Begegnete man unterwegs einem anderen 3DS-Spieler, konnten unter anderem Mii-Daten und Zeitfahr-Geister ausgetauscht werden.
Das war perfekt für das ursprüngliche Konzept des Nintendo 3DS. Man steckte die Konsole in die Tasche, begegnete anderen Spielern und bekam anschließend neue Herausforderungen ins Spiel geliefert.
Heute existiert davon allerdings nur noch ein Teil.
Mario Kart 7 online spielen: Seit 2024 offiziell nicht mehr möglich
Am 8. April 2024 hat Nintendo die Online-Dienste für Nintendo-3DS- und Wii-U-Spiele offiziell eingestellt.
Damit funktioniert auch der reguläre Online-Modus von Mario Kart 7 nicht mehr.
Weltweite Rennen, Online-Communitys und internetbasierte Funktionen stehen über Nintendos Infrastruktur nicht mehr zur Verfügung. StreetPass funktioniert dagegen weiterhin, weil die Daten direkt zwischen zwei 3DS-Systemen übertragen werden.
SpotPass-Inhalte, die eine Internetverbindung voraussetzen, sind dagegen ebenfalls weggefallen.
Für einen Titel, dessen Multiplayer 2011 ausdrücklich zu seinen größten Stärken gehörte, ist das ein spürbarer Verlust.
Wenn ihr sehen wollt, wie Nintendo seine aktuellen Netzwerkfunktionen inzwischen aufgebaut hat, findet ihr bei uns außerdem den Nintendo Switch Online Test 2026.
Die Battle-Modi machen Spaß, hätten aber größer sein dürfen
Neben den normalen Rennen gibt es Ballonschlacht und Münzenschlacht.
Sechs spezielle Arenen stehen dafür bereit, aufgeteilt auf drei neue und drei klassische Battle-Kurse.
Die eigentlichen Kämpfe funktionieren gut. Gerade mit mehreren Spielern kann eine Ballonschlacht immer noch für genug Chaos sorgen.
Sechs Arenen sind für unseren Geschmack allerdings etwas knapp bemessen.
Hier hat beispielsweise Mario Kart 8 Deluxe inzwischen deutlich mehr zu bieten. Gleichzeitig ist der Battle-Modus von Mario Kart 7 immerhin von Anfang an auf richtige Arenen ausgelegt und nicht auf normale Rennstrecken wie beim ursprünglichen Mario Kart 8 auf Wii U.
Die 3D-Grafik gehört tatsächlich zu den besseren 3DS-Effekten
Bei vielen Nintendo-3DS-Spielen haben wir den 3D-Regler nach einiger Zeit einfach nach unten geschoben.
Mario Kart 7 gehört zu den Titeln, bei denen wir ihn gerne eingeschaltet lassen.
Gerade auf Strecken mit starken Höhenunterschieden vermittelt das stereoskopische Bild tatsächlich zusätzliche Tiefe. Gleiterabschnitte profitieren besonders davon.
Auch die damaligen Reviews waren sich bei der technischen Präsentation erstaunlich einig. GamesRadar bezeichnete Mario Kart 7 beispielsweise als besonders gelungenes Schaufenster für den 3D-Bildschirm, während auch andere Tests die stabile und farbenfrohe Präsentation hervorhoben.
Natürlich kann die Auflösung eines Nintendo 3DS heute nicht mehr beeindrucken. Auf der ursprünglichen Hardware wirkt das Gesamtbild aber weiterhin sauber und erstaunlich zeitlos.
Die Ego-Perspektive ist eher eine nette Spielerei
Mario Kart 7 besitzt zusätzlich eine Ego-Perspektive.
Über den Gyrosensor lässt sich der 3DS dabei wie ein kleines Lenkrad bewegen. Technisch funktioniert das überraschend gut.
Ernsthaft würden wir so trotzdem kaum fahren.
Sobald man die Konsole stärker bewegt, wird gleichzeitig der stabile Blickwinkel für den stereoskopischen 3D-Effekt schwieriger. Mit Schiebepad und normaler Kamera sind wir deutlich präziser unterwegs.
Als kleines 3DS-Experiment passt die Funktion aber perfekt in ihre Zeit.
Mario Kart 7 bekam sogar elf Jahre später noch ein Update
Auch nach der Veröffentlichung wurde Mario Kart 7 noch angepasst.
2012 veröffentlichte Nintendo Version 1.1. Das Update entfernte im Online-Modus mehrere unbeabsichtigte Abkürzungen auf Wuhu-Rundfahrt, Wuhu-Bergland und GBA Bowsers Festung 1.
Besonders die Wuhu-Abkürzungen hatten Online-Rennen teilweise komplett aus dem Gleichgewicht gebracht.
Deutlich überraschender war Version 1.2.
Die erschien am 13. Dezember 2022 – mehr als elf Jahre nach dem ursprünglichen Release. Nintendo sprach dabei lediglich von mehreren behobenen Problemen zur Verbesserung des Spielerlebnisses.
Dass ein 3DS-Spiel nach mehr als einem Jahrzehnt überhaupt noch einen offiziellen Patch bekam, ist schon eine kleine Besonderheit.
Mario Kart 7 hat die Serie stärker geprägt, als man denkt
Rückblickend ist für uns genau das der interessanteste Punkt dieses Tests.
Mario Kart 7 besitzt nicht den offensichtlichen Wiedererkennungswert eines Double Dash!! oder Mario Kart Wii. Trotzdem stammt ein überraschend großer Teil der heutigen Serienformel aus diesem Spiel.
Gleiter? Mario Kart 7.
Unterwasser-Passagen? Mario Kart 7.
Fahrzeuge aus Karosserie, Reifen und Gleiter zusammenstellen? Mario Kart 7.
Retro-Strecken stärker an moderne Mechaniken anpassen? Auch hier wurde der Ansatz erheblich ausgebaut.
Mario Kart 8 Deluxe hat viele dieser Ideen genommen und weiter verfeinert. Genau deshalb wirkt der Wechsel zwischen beiden Spielen erstaunlich natürlich.
Wer sich für die Entwicklung der kompletten Reihe interessiert, kann außerdem einen Blick in unseren Test des ursprünglichen Super Mario Kart werfen. Zwischen dem SNES-Original und Mario Kart 7 liegen spielerisch Welten.
18,99 Millionen Verkäufe – das erfolgreichste Nintendo-3DS-Spiel
Kommerziell war Mario Kart 7 ein enormer Erfolg.
Nintendo weist inzwischen 18,99 Millionen weltweit verkaufte Exemplare aus. Damit liegt Mario Kart 7 sogar vor Pokémon X und Y und ist das meistverkaufte Spiel des Nintendo 3DS.
Auch innerhalb des gesamten Mario-Franchise gehört der Titel damit zu den großen Verkaufserfolgen. In unserer Übersicht der meistverkauften Mario-Spiele aller Zeiten schafft es Mario Kart 7 mit diesen Zahlen ebenfalls weit nach vorne.
Das zeigt auch, welche Rolle der Titel für den Nintendo 3DS gespielt hat. Zusammen mit Super Mario 3D Land gehörte Mario Kart 7 Ende 2011 zu den Spielen, die dem zunächst eher schwierig gestarteten Handheld endlich eine deutlich stärkere Software-Basis gaben.
Kann man Mario Kart 7 2026 noch kaufen?
Digital leider nicht mehr regulär.
Seit dem 27. März 2023 können im Nintendo eShop des Nintendo 3DS keine neuen Spiele mehr gekauft werden. Wer Mario Kart 7 früher digital erworben hat, kann bereits gekaufte Inhalte nach aktuellem Stand weiterhin erneut herunterladen.
Auch Software-Updates können weiterhin bezogen werden.
Für neue Spieler bleibt damit hauptsächlich die physische 3DS-Version. Gebrauchte Module lassen sich nach wie vor recht einfach finden.
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Lohnt sich Mario Kart 7 heute noch?
Ja – allerdings mit einer wichtigen Einschränkung.
Wer Mario Kart 7 heute zum ersten Mal spielt, bekommt weiterhin einen richtig guten Fun-Racer. Die Steuerung funktioniert, die 32 Strecken sind abwechslungsreich und gerade die neuen Kurse gehören teilweise noch immer zu unseren Favoriten.
Auch das Fahrzeug-System, Gleiter und Unterwasserabschnitte sind erstaunlich gut gealtert.
Der Verlust des Online-Modus tut allerdings weh.
2011 war genau dieser Bereich einer der Gründe, warum Mario Kart 7 so lange motivieren konnte. Heute bleibt vor allem der lokale Multiplayer. Wenn mehrere 3DS-Systeme vorhanden sind, funktioniert der dank Download Play weiterhin hervorragend.
Wer dagegen einfach das umfangreichste Mario Kart möchte und eine Switch besitzt, bekommt mit Mario Kart 8 Deluxe das deutlich größere Paket.
Und auf Nintendo Switch 2 geht Mario Kart World mit offener Spielwelt, 24 Fahrern und K.-o.-Tour noch einmal in eine ganz andere Richtung.
Mario Kart 7 besitzt trotzdem einen eigenen Platz zwischen diesen Spielen. Es ist kompakter, schneller gestartet und eines der besten Rennspiele, die Nintendo für einen Handheld veröffentlicht hat.
Unser Fazit zu Mario Kart 7
Mario Kart 7 hat ein kleines Imageproblem.
Es gibt keinen einzelnen verrückten Einfall, der sofort auf dem Cover erklärt, warum dieser Teil besonders ist. Keine zwei Fahrer wie in Double Dash!!, keine Motorräder als großes Verkaufsargument wie bei Mario Kart Wii und keine Anti-Schwerkraft wie bei Mario Kart 8.
Stattdessen hat Nintendo an vielen kleinen Stellen die Grundlage für das moderne Mario Kart gelegt. Das merken wir heute stärker als damals. Die Gleiter funktionieren. Die Unterwasser-Passagen funktionieren. Das Zusammenstellen des eigenen Karts funktioniert. Die neuen Strecken sind stark und die Retro-Auswahl gehört zu den besseren der Reihe.
Vor allem aber fährt sich Mario Kart 7 auch nach mehr als 14 Jahren immer noch richtig gut. Abzüge gibt es für den überschaubaren Einzelspieler, die kleine Battle-Auswahl und inzwischen natürlich für das Ende des offiziellen Online-Modus. Gerade letzteres verändert das Gesamtpaket stärker, als es bei einem reinen Einzelspieler-Titel der Fall wäre.
Trotzdem bleibt Mario Kart 7 für uns eines der besten Spiele des Nintendo 3DS.
Und vielleicht ist es sogar der am meisten unterschätzte Mario-Kart-Teil der modernen Reihe.
Mario Kart 7 Test – häufige Fragen
Wie viele Strecken hat Mario Kart 7?
Mario Kart 7 besitzt insgesamt 32 Rennstrecken. Davon sind 16 komplett neu und 16 stammen aus älteren Mario-Kart-Spielen. Hinzu kommen sechs spezielle Battle-Arenen.
Wie viele Spieler können Mario Kart 7 gemeinsam spielen?
Lokal können bis zu acht Spieler gemeinsam antreten. Über Download Play reicht grundsätzlich eine einzige Mario-Kart-7-Spielkarte aus. Teilnehmer ohne eigenes Spiel fahren dabei automatisch als Shy Guy und besitzen Einschränkungen bei der Fahrzeugwahl.
Kann man Mario Kart 7 noch online spielen?
Über Nintendos offizielle Server nicht mehr. Nintendo hat die Online-Funktionen für Nintendo-3DS-Software am 8. April 2024 eingestellt. Lokaler Mehrspieler und StreetPass funktionieren weiterhin.
Kann man Mario Kart 7 noch im Nintendo eShop kaufen?
Nein. Neue Käufe im Nintendo-3DS-eShop sind seit dem 27. März 2023 nicht mehr möglich. Bereits gekaufte digitale Spiele können nach aktuellem Stand weiterhin erneut heruntergeladen werden.
Was hat Mario Kart 7 erstmals eingeführt?
Zu den wichtigsten Neuerungen gehören Gleiter, Unterwasserfahrten und die Möglichkeit, ein Kart aus Karosserie, Reifen und Gleiter zusammenzustellen. Diese Elemente wurden in späteren Mario-Kart-Spielen weitergeführt.
Ist Mario Kart 7 besser als Mario Kart 8 Deluxe?
In Umfang und heutigen Online-Möglichkeiten liegt Mario Kart 8 Deluxe klar vorne. Mario Kart 7 bleibt dagegen ein hervorragender Handheld-Teil mit starken Strecken und einer kompakteren Struktur. Für Besitzer eines Nintendo 3DS lohnt sich der Klassiker weiterhin.











