Mario Party 10

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Mario Party 10 – Review

Mario Party 9 Teil 2 oder doch Mario Party 10 ? Diese Frage die sich in den letzten Wochen bei vielen Fans der langlebigen Serie aufgestellt hat wollen wir mit unserer Rezension zu Mario Party 10 beantworten ebenso auch ob Nintendo nun mit der amiibo Party einen wahren Kaufgrund liefert um zu den amiibo Figuren zu zugreifen.

Gleich 3 Spielmodi zur Auswahl!

Die Macher hinter Mario Party 9 sind auch diesmal wieder die zuständigen Entwickler gewesen und nach dem „Debakel“ um Mario Party: Island Tour ist man als Fan der Mario Party-Serie diesmal noch skeptischer als zu vor. Damit auch wirklich jeder Käufer mit Mario Party 10 zufrieden sein soll, bietet Mario Party 10 drei Spielmodi an die sich allesamt unterschiedlich voneinander spielen. Amiibo Party, ein Spielmodus der via den amiibo Figuren aktiviert wird, Bowser Party, ein Spielmodus wo ein Spieler mit Hilfe des WiiU Gamepad in die Haut von Oberschurken Bowser schlüpft und den anderen das Spiel zur Hölle macht und „Mario Party“, dieser Spielmodus basiert auf das aus Mario Party 9 bekannte Gameplay Konzept. Bis hierhin ist der Fleiß der Entwickler sehr löblich zu erwähnen.


Amiibo Party: sind die netten Figuren nun ein Kaufgrund?

Um diese Frage direkt zu beantworten: JA! denn wer die Amiibo Party spielen möchten braucht ZWINGEND ein Amiibo ansonsten bleibt euch dieser Spielmodus verwehrt. Ebenso braucht jeder menschlicher Spieler ebenso EIN Amiibo. Dies empfinde ich arg ärgerlich denn von der Gameplay Umsetzung her wäre dieser Modus zweifelsohne auch ohne Amiibo umsetzbar gewesen.

Somit muss man zwangsläufig um Mario Party 10 im vollen Umfang genießen zu können, ein Amiibo dazu erwerben oder die Limited Edition mit Mario Amiibo kaufen. Für die Amiibo Party lassen sich nur die Mario Charaktere: Mario, Luigi, Peach, Yoshi, Donkey Kong, Wario, Toad, Rosalia und Bowser verwenden. Wer einen Link Amiibo oder ein Samus Amiibo hat kann damit nicht die Amiibo Party spielen oder aktivieren.

Auf dem ersten Blick sieht die Amiibo Party sehr dem Gameplay von Mario Party 1 bis 8 (und DS) ähnlich, auf dem zweiten Blick allerdings zeigt sich allerdings dass bei der Amiibo Party einige Abstriche gemacht wurden.

So kann man die Anzahl der zuspielenden Runden nicht einstellen (es sind stets 10 Spielrunden) und auch die Größe des Spielbrettes oder etwaige Verzweigungen kann man nicht einstellen oder hinzufügen. Aber man kann Spielbretter-Viertel austauschen und kombinieren so kann man z.B. eine Hälfte des Mario-Brettes verwenden und dann ein Viertel vom Luigi-Brett und dann ein weiteres Viertel vom Bowser-Brett, da sind also eine Menge an Kombinationen möglich.

Was Taktik, Glück und Ablauf der verschiedenen Bretter betrifft so unterscheiden einige doch schon untereinander. Auf dem Toad Brett hat man die Möglichkeit den Preis eines Sterns zu erhöhen oder zu vergünstigen oder auf dem Luigi Brett kann man mit dem Schreckweg den Gegnern Münzen oder Sterne klauen – wer ältere Mario Party’s kennt wird merken dass man sich dort ganz viele Ideen abgekupfert hat. In Verbindung mit den Würfeln und den „Marken“ (Items, die man auf den Amiibo’s speichern kann) und den teils so unterschiedlichen Spielbrett-Vierteln ist durchaus ein taktisches spielen möglich. Nach dem jeder einmal gewürfelt hat und die Runde vorbei ist wird ein Minispiel gespielt ganz nach dem Vorbild älterer Mario Party’s. Dieser Modus macht erstaunlich viel Spaß und hat mich bislang am meisten bei guter Laune gehalten.

Bowser Party: Die große Innovation oder doch nur ein müder Party-Gag?

Wie Nintendo vielmals in den Trailer zu Mario Party 10 aufzeigte soll der Fokus diesmal auf der Bowser Party liegen. Ein Spieler kann mit Hilfe des WiiU Gamepad in die Rolle von Bowser wechseln und muss den anderen 4 Spielern – die im Wagen unterwegs sind zum Ziel – das Leben schwer machen.

Jeder Spieler hat eine eigene „Herzens-Anzeige“, hat ein Spieler keine Herzen mehr ist er raus und sobald alle 4 Spieler keine Herzen mehr haben ist das Spiel vorbei und Bowser hat gewonnen.

Der Ablauf ist ganz einfach: alle 4 Spieler würfeln zunächst und schreiten auf dem Spielbrett vor und fliehen somit vor Bowser und eilen zum Ziel wo ein toller Power-Stern auf euch wartet. Erreicht ihr das Ziel habt ihr als „Team Mario“ gewonnen. Sobald alle vier Spieler gewürfelt haben darf Bowser nun würfeln und hat einige Würfel mehr gleichzeitig zur Verfügung als ihr und sobald Bowser „Team Mario“ eingeholt hat springt er auf und ein Minispiel wird gestartet. Insgesamt gibt es 10 Bowser Minispiele die dann in solchen Situationen gespielt werden. Leider sind 3 Minispiele davon glücksbasiert und lassen keine Taktik zu. In diesen Minispielen geht es darum dass ihr als Bowser den anderen 4 Mitstreitern Schaden zufügen müsst um deren Herzens-Anzeige zu vermindern.

Gespielt wird auf den großen neuen Spielbrettern die allesamt optisch sehr ansprechend sind und keines davon ist wirklich „schlecht“. Allerdings bietet die Bowser Party nur 3 Bretter zur Auswahl an und die „Mario Party“ 5 Bretter.

Leider spielt auch das Glück in Bowser Party mit und somit gibt es am Ende jedes Spielbrettes einige viele Bowser Jr. Felder diese wiederum können einen schon sehr zum verzweifeln bringen
denn entweder verliert man eine Menge an Herzen oder Bowser bekommt erneut mal wieder Bonus Würfel. So recht will der Funken aber nicht überspringen und so bleibt die Bowser Party eine tolle Idee, mit mageren Umfang, Verbesserungsbedarf an einigen Ecken und der Tatsache dass ich diese in einer Mario Party 11 nicht vermissen würde, einen guten Ansatz verfolgt die Bowser Party aber schon.

„Mario Party“: hat ndcube dazugelernt oder schafft es ndcube die Kritik der Fans zu ignorieren?

Zunächst die Zahlen: „Mario Party“ bietet 5 Spielbretter, über 60 tolle Minispiele und ein Gameplay das dem von Mario Party 9 bis ins letzte Detail gleicht. Deshalb empfehle ich hier einen Blick auf die Mario Party 9-Rezension. Leider hat es ndCube versäumt an dem Gameplay von Mario Party 9 Änderungen vorzunehmen und stellenweise wurden sogar sinnvolle Elemente gestrichen. So wurden die Spielführer Events ersatzlos gestrichen und auch hier überwiegt das Glück wieder an allen Ecken.Zwar gibt es die ein oder andere Änderung, so gibt es nun ein Feld das dem früheren !-Feld aus den älteren Mario Party’s ähnelt oder die Tatsache das Bowser auf dem Wii U Gamepad eingesperrt ist und sobald alle Schlösser geöffnet sind verteilt er seine diabolischen Bowser Felder auf dem euch noch vor euch liegenden Feldern. Wirklich Spaß macht mir dieser Spielmodus nicht was aber durchaus daran liegen kann dass ich mit den älteren Mario Party’s aufgewachsen bin, anderen könnte wiederum dieser Spielmodus gefallen, dies möchte ich nicht ausschließen. Die Spielbretter sind zwar allesamt optisch nett anzusehen wirken allerdings etwas steril.

Aber die Minigames können überzeugen…



…Die Minispiele in Mario Party 10 können allesamt überzeugen und man merkt die „Anwesenheit“ älterer Mario Party’s, denn viele viele Minispiele hat man mit anderer Optik und minimalen Unterschieden schon früher gesehen. Ich finde diese Tatsache als Mario Party-Veteran durchaus begrüßenswert und kann hier tatsächlich nichts negatives über die Minispiele verlieren. In den Modi „Mario Party“ und Bowser Party kann man übrigens vor Start einer Party einstellen ob glücksbasierte Minispiele vorkommen dürfen oder nicht dies finde ich sehr gut für Leute die auf „Können“ spielen und nicht auf Glück.

Im Menüpunkt Bonus Spiele gibt es zu dem „Badminton“, einen Tetris-Klon, zwei Bowser Jr. Minispiele, den Minispiel Turm und einen Modus wo man Bowser Minispiele durchspielt um einen Highscore zu erreichen.

Die Präsentation

Es mag merkwürdig klingen, aber die Präsentation von Mario Party 10 speziell in der Menüführung wirkt „unfertig“. Es gibt kein Intro Flilmchen beim Starten des Spieles, keine kurze Hintergrundgeschichte, keine hübsch animierte Menüs die dazu noch verspielt sind und und und…

Viele Artworks in dem Spiel wurden teilweise aus New Super Mario Bros DS übernommen und es überkommt mir das Gefühl dass ndCube etwas „faul“ war bei der Umsetzung des Spiels. Zwar ist das Spiel durchaus nett anzusehen, aber selbst die beiden Vorgänger Mario Party 9 und sogar auch Mario Party: Island Tour waren in diesen Punkten deutlich besser. Darüber hinaus ist es mir ein Rätsel, wie man mit MP9 und MP:IT eingeführte spielbare Charaktere in MP10 wieder zu nicht spielbare Charaktere umändern kann. Zwar kehren Donkey Kong und Toadette zurück, dafür mussten Birdo, Koopa, Shy Guy, Kamek und Bowser Jr. wieder ihren Platz verlassen für Spike und Rosalina. Das finde ich sehr unverständlich wenn man sich das Vorbild Mario Kart 8 anschaut wo es mehr als 30 spielbare Charaktere gibt.

Die musikalische Untermalung ist vollkommen in Ordnung, allerdings gehen die Soundstücke nicht mehr so gut ins Ohr wie früher.

Wer bis jetzt sich fragt ob ich die Online Multiplayer Funktion von Mario Party 10 vergessen hab dem sei gesagt das auch Mario Party 10 nicht die Möglichkeit bietet online Mario Party spielen zu dürfen. Das ist angesichts der Tatsache dass wir vielerorts Internet Flatrates haben und Highspeed Internet rund um die Uhr im Jahre 2015 mehr als unverständlich.

Mein Fazit zur ersten Mario Party auf der WiiU.

Ja, ndCube hat es tatsächlich versucht den „alten Mario Party-Hasen“ ein Stückchen Vergangenheit zurück zu geben, man merkt dies an unglaublich vielen Stellen und dies erwähne ich mal positiv. Aber wie man trotzdem fast 100% die Kritik die von Mario Party 9 ignorieren kann, kann ich nicht nachvollziehen. Man hat hier erneut eine Menge an Potenzial verschenkt und alleine schon die Bowser Party schreit doch nach Spielspaß, leider kleckert ndCube hier an vielen Ecken und verpasst eine große Chance. Amiibo Party kann durchaus überzeugen aber auch hier lässt der Amiibo Zwang Zweifel daran aufkommen ob Nintendo hier nicht einfach nur die Amiibo Figur pushen möchten um „künstlich“ einen Kaufreiz zu erschaffen.

Insgesamt kann Mario Party 10 Spaß machen, wer aber ein tiefgründiges Gameplay erwartet wie bei früheren Mario Party’s wird maßlos enttäuscht sein. Dafür ist Mario Party 10 einfach zu kurzweilig insgesamt um auf dieser Ebene überzeugen können. Für Gelegenheitsspieler, die hin und wieder ein paar Freunde um sich herum versammeln ist dieser Titel mehr als in Ordnung.






  • Positiv

    • Donkey Kong und Toadette kehren zurück
    • Minigames sind mal wieder oberklasse!
    • 3 Spielmodi - Abwechslungsreich
    • Bowser bekommt mal eine wichtige Rolle
    • Amiibo Party erinnert zumindest teilweise an frühere Mario Party's

    Negativ

    • Mario Party-Modus besteht fast nur aus Glück
    • Bowser Party ist manchmal sehr unfair
    • Amiibo Zwang in Amiibo Party
    • Wieder kein Online Modus
    • Wo sind Bowser Jr., Koopa und Co. als spielbare Charaktere???
    6.0
    Melvin

    Geschrieben von: Melvin

    Ich bin bei MarioFans DE sowas wie die rechte Hand vom Admin und arbeite seit 2013 mit.
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